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Bei ihrer Ersteinführung 1987 bot die CBR600F zehn Pferdestärken mehr als ihre direkten Wettbewerber. Mit 85 PS bei nur 182 kg war ihre Leistung (Spitzenge-schwindigkeit 220 km/h) mit den in Deutschland und Frankreich auf 100 PS begrenz-ten 750-Kubik-Maschinen vergleichbar. Nicht überraschend also, daß sie alle Vergleichstests gewann und sich als echter Verkaufsschlager erwies. Um ihren Wettbewerbsvorsprung wiederzugewinnen, erhöhte die CBR600F 1989 durch ein neues Verdichtungsverhältnis, neue Nockenwellen und eine überarbeitete Zündkurve ihre Leistung auf 93 PS.

Die größten technischen und optischen Änderungen wurden jedoch 1991 vorgenommen.
In diesem Jahr brachte HONDA eine vollkommen neue Maschine mit viel kompakterem Motor auf den Markt, bei dem der Zylinderblock und das obere Kurbel-gehäuse aus einem Guß waren.
Hierdurch konnte die Steifigkeit deutlich erhöht werden, wovon auch der Rahmen profitierte, da der Motor eine tragende Rolle übernahm. Der neue Motor arbeitete mit einem Ventiltrieb hinter dem Zylinderblock, geraderen Kanälen im Zylinderkopf, größeren Ventilen und Flachschieber-vergasern mit größerem Durchmesser. Die Gesamtkonstruktion ermöglichte eine deutliche Reduzierung der inneren Reibung und des Gewichts der beweglichen Teile.
Mit 100 PS dominierte die CBR600F wiederum ihre Kategorie. Neben dem Motor wurden auch der Rahmen, die Schwinge, die Radaufhängung, die Bremsen und die Räder überarbeitet.
Ihre klare Überlegenheit in praktisch jeder Hinsicht zeigte sich bei allen Vergleichen und Rennen der 600er Klasse, wodurch sich die CBR zu einem internationalen Verkaufsschlager entwickelte, der 1996 die 200.000-Marke überschritt.
1992 setzte die immer noch konkurrenzlose CBR600F ihren jetzt fast schon legendären Erfolgskurs mit leichten Überarbeitungen fort (Nockenwellenräder, Steuerketten-spanner, Kurbelwellenlager).
1995 folgten dann größere Änderungen: Das Kurbelgehäuse blieb unverändert, das Verdichtungsverhältnis wurde jedoch ebenso wie der Vergaserdurchmesser erhöht.
Das Getriebe wurde überarbeitet, der Kühler vergrößert und alle beweglichen Teile zur weiteren Reduzierung des Gewichts und der Reibung modifiziert.
Die wichtigste Neuerung war jedoch die Ausstattung der CBR mit einem Direktlufteinlaß-system, durch das sich die maximale Drehzahl von 13.000 auf 13.500 min-1 erhöhte.
Ihre Maximalleistung von - versicherungstechnisch bedingten -98 PS, lieferte die CBR allerdings weiterhin bei 12.000 min-1 . Neben einer geänderten Vorderradgabel erhielt sie eine breitere Hinterradfelge sowie eine größere Schwinge. Das Gewicht erhöhte sich durch diese Chassisänderungen nicht.

Ende der 90er Jahre wuchs der Druck auf die CBR600F. Die Wettbewerber holten mächtig auf. Es mußte etwas passieren. Das vollkommen neue 1999er Modell stellte den klaren Wettbewerbsvorsprung der CBR600F wieder her. Ihr komplett überarbeiteter Motor liefert 106 PS bei 12.500 min-1 . Revolutionär auch das Chassis: Sowohl der Rahmen als auch die für zusätzliche Steifigkeit direkt am Kurbelgehäuse befestigte Schwinge sind erstmals aus Aluminium. Die neue CBR600F eroberte jedoch nicht nur ihre führende Stellung in der 600er Klasse zurück, sondern setzt mit ihrem Sekundärluftsystem zur deutlichen Reduzierung der Abgaswerte auch in Sachen Umweltschutz ganz neue Akzente.